Freitag, 15. November 2019

Bier, Bier und Bier

Meine wunderbaren Blog-Schätze!

Sicherlich wartet ihr schon sehnsüchtig auf das Resultat meines
Brauversuchs. Ich kann es fast spüren.

Dann möchte ich heute endlich das Ergebnis von
Tinas Hopfenkaltschale enthüllen!

Zuallererst verrate ich euch ein Geheimnis:

ein wirklich gutes Bier kann man nur mit dieser Mütze brauen:







Sie leuchtet und das
Christmas ist auch wegzuklappen.

So kann man sie getrost als
Ganzjahres-Bierbrau-Mütze nutzen.













Ja, und eigentlich gehört diese Weste noch dazu (Cape Bretoner Style),
aber man muss es ja nicht übertreiben.
Okay.
Dies nur am Rande.
Nun kann es losgehen, was das Abfüllen in die Flaschen betrifft.

Nach 6 Tagen Gärung neben dem Kamin bei kuscheligen Temperaturen
macht mir das wundersame Gebräu einen guten Eindruck:
es riecht nach Bier und es schmeckt auch danach.
Sehr geschäumt hat es allerdings nicht.



Auf youtube sah ich mir Videos an und dort empfiehlt man, eine Zuckerlösung
aufzukochen und in den Behälter zu geben, bevor man die Flaschen befüllt.
Damit CO 2 entsteht und das Bier auch schön Kohlensäure entwickelt und zischt.
(Ich hoffe, Greta liest meinen Blog nicht).

Auf der Verpackung stand, man streue 5 g Zucker in jede Flasche.

Ich habe einfach beides gemacht und wünsche mir, dass das gut geht.



Das Equipment, welches ich hier erstanden habe, ist natürlich wieder vorsinflutlich.
Der Behälter ist ohne Hahn und das Loch oben mussten wir selber hineinschneiden.
Es gibt keine Abfüllpistolen, sondern nur diesen Schlauch mit dieser Pumpe.

Mein bester Freund meinte, das alles sähe aus wie bei den Schwarzbrennern
in den 30er Jahren in Amerika.
Irgendwie hat er Recht damit und es hat sich auch so angefühlt.

Mit viel Achtsamkeit ist alles gut gegangen und kaum etwas daneben gelaufen:





Hier könnt ihr meine Ausbeute betrachten:

20 Liter feinstes isotonisches Gesöff!

Nun bleibt es erst mal eine Woche im Warmen am Kamin stehen und danach 
wird es nochmals 1-2 Wochen gekühlt, bevor der erste Kronkorken knallt.
(hoffentlich geschieht dies nicht unfreiwillig vorher).

Bin gespannt, ob ich so lange warten kann.

Für Gäste werde ich noch ein besonderes Etikett entwerfen.
Die werden staunen!

Das soll´s für heute gewesen sein.
Morgen bekommen wir unsere Winterreifen und einen Ölwechsel gemacht.
Hier stellt sich nämlich langsam der Schnee ein.

Beschwingte Grüße von 


Tina           &            Yvonne










































Samstag, 9. November 2019

Möhren, Puderzucker und Bier

Hallöchen, meine Hasen!



Wir haben unsere erste Möhren-Ernte eingefahren.
Sind sie nicht wunderschön gewachsen?
Dieses zuckersüße Liebespärchen ist ja wohl der Burner!

Na gut, zugegeben:
Sie sind jetzt nicht allzu groß gewachsen und wir müssen sicherlich noch üben,
aber sie haben eine innere Größe und wir lieben sie!
Dazu gab es noch eine Portion Rucola.
Das Ganze ergab einen schmackhaften Beilagensalat.

Wir mussten sie halt ernten, bevor sie erfrieren.
Der erste Puderzucker ist schon niedergegangen.




Ja, und endlich ist es geschehen:
ich habe mich zum ersten Mal dem Brauen von Bier gewidmet.
Viel zu lange habe ich mich nicht wirklich dran getraut und
kämpfte mit Blockaden - warum auch immer.

Dabei ging es bis jetzt ganz einfach:
Malzextrakt mit Traubenzucker oder einem speziellen Kid Enhancer
zusammenschütten, mit 9 Liter kochendem Wasser ordentlich
verrühren, bis zur 23 Liter-Marke mit kaltem Wasser aufschütten,
abkühlen lassen und mit Hefe bestreuen.
Abdecken und Röhrchen hinein.
Nun darf es einige Tage ordentlich gären und ich warte
jetzt schon ungeduldig auf den Schaum.
My goodness,
bin ich gespannt!




Appetitlich sieht die Angelegenheit
noch nicht unbedingt  aus, was selbstverständlich
ein Luxusproblem ist, aber ich gehe davon aus,
dass sich dies noch grundlegend ändert.

Ich weiß noch nicht, wie wir die fertige
Hopfenkaltschale dann in die Flaschen
bekommen, denn mein Behälter hat leider
kein Hähnchen.
Aber hier liegen Schläuche parat und da ich in Physik
nur selten geschwänzt habe, existiert in mir eine Ahnung,
wie wir das machen können.







Wir wünschen euch allen einen fröhlichen Sonntag -
mit oder ohne Gerstensaft!

Tina und Yvonne




















Montag, 4. November 2019

Oben und unten völlig dicht!

Meine Schätze,

unser momentanes Projekt ist die Vorbereitung auf den Winter.
Wir sitzen zwar morgens immer noch mit unserem Kaffee
in der Sonne und tanken Vitamin D3, doch am Wochenende
ist Schnee und Sturm gemeldet.
Der kommt zwar zu früh und wird auch nicht liegen bleiben,
trotzdem sollte alles dicht und abgedeckt sein.

Das morgendliche Frühstück verläuft stets mit
dem Besuch von Libellen, die sich auf uns aufwärmen.
Dabei fühlt man sich ganz schön beäugt und abgescannt.



























Sehr besondere Tiere!
Im Englischen heißen sie spirit level oder dragon fly,
was fliegender Drache bedeutet.
Die Kelten betrachteten Libellen als kleine
fliegende Drachen, welche Feen und Elfen als
Transportmittel benutzten.
Eine süße Vorstellung...

Auch die Indianer verehrten sie für ihre Beweglichkeit
und ihre akrobatischen Flugkünste.

Dies nur am Rande;
schließlich soll der Blog auch ein wenig bilden.

Yvonne ist aufs Dach geklettert und hat geschaut,
ob alles noch dicht ist.
(Schließlich reicht es, dass ich einen Dachschaden hab).
Es gibt eine kleine Stelle, die wir reparieren müssen.
Aber ansonsten sieht alles tiptop aus.





Und jeden Tag spalten wir eine Stunde lang Holz und verräumen es 
auf unsere Stapel. Das ersetzt jedes Fitness-Center.

Yvonne hat mehrere Gläschen Apfelmus selbst gemacht
und dazu ein wunderschönes Etikett entworfen:


Nun ja - und was gehört einfach zwangsläufig dazu?

Saftige, deftige, würzige Reibekuchen!

Jetzt seid ihr nicht nur informiert, sondern habt auch Hunger...
das weiß ich ganz genau!

Liebste Grüße von 

Tina          &     Yvonne













Dienstag, 29. Oktober 2019

Holz, Holz und nochmal Holz!


Hallo, meine Lieblinge!

Neben der Erkundung unserer traumhaft schönen Heimat
und den damit verbundenen Touren gibt es natürlich
sehr viel Arbeit rund ums Holz!




Deshalb habe ich dieser intensiven Sache und Tätigkeit
einen hausgemachten Film gewidmet:



Auch auf youtube zu finden: Holzi Holzi

Es ist so, dass man uns nach der Rodung des Grundstücks fast das gesamte
Holz abtransportiert hat - so nach dem Motto:
Zwei Frauen wollen Ordnung
auf ihrem Platz und können damit ja eh nichts anfangen...
Ganz schöne Schlitzohren, die gleich zweimal ein Geschäft machen.

Als Entschädigung, weil wir uns selbstverständlich darüber beklagt haben,
bekamen wir das Holz vom Nachbargrundstück.
Lauter Baumstämme, die jetzt 3 Jahre alt sind.
Wir haben jemanden engagiert, der sie zersägt und bei uns
abgeladen hat.
Das erklärt die großen Holzhäufen.

Spalten müssen wir das selber und dafür haben wir uns für den
Anfang ein Gerät geliehen.
Die Geschichte mit der Axt werden wir in diesem Leben
wohl nicht mehr beginnen.
Muss ja auch nicht sein, wenn es auch andere Möglichkeiten gibt.

Gleichzeitig hatten wir noch Holz bestellt, weil wir nicht sicher
waren, ob das andere alles klappt - und sicher ist sicher,
wenn man einen warmen Hintern haben will.
Außerdem kann man in Canada niemals genug Holz vor der Hütten haben
und es frisst auch kein Brot.

Oh Leute,
heute war wieder so ein Traumtag, dass man es nicht in Worte
fassen kann - diese Schönheit der Natur.

Deshalb noch ein paar Bilder für euch -
in der Hoffnung, dass sie euer Herz erfreuen:








Tina    &    Yvonne 





Freudige Grüße von























Freitag, 25. Oktober 2019

Treffpunkt Sydney

Hello, my nice guys!

Am Dienstag sind wir nach Sydney gefahren.

Mit ein paar Schmetterlingen der Vorfreude im Bauch,
denn ich war dort am Big Fiddle verabredet,
also am Hafen, wo die großen Kreuzfahrtschiffe anlegen.


Mit einem wundervollen Menschenkind, welches ich seit
20 Jahren kenne und nun 5 Jahre nicht gesehen habe.
Als ich sie zum ersten Mal sah, war sie 11 Jahre jung.

Nun arbeitet sie auf "Mein Schiff" und nahm sich ein paar
Stündchen Zeit für ein ordentliches, ausgiebiges Pläuschchen
in einer kanadischen, etwas abgeranzten Bar / Bistro.
Mein Herz hüpfte vor lauter Wiedersehensfreude.

Wir aßen alle drei Poutine und Yvonne fuhr nach diesem
Leckerbissen in einen Baumarkt am anderen Ende von Sydney;
wollte uns später abholen und wieder zum Hafen bringen.

Doch das Navi versagte und Yvonne konnte es zeitlich nicht mehr
rechtzeitig schaffen - soviel war klar und das erfuhr ich über Telefon.

Nora musste allerspätestens um Punkt 16 Uhr an Bord sein -
sonst gibt es für die Mitarbeiter größere Probleme.

Zunächst haben wir noch relativ entspannt ein Taxi bestellt
und zuversichtlich darauf gewartet, doch man muss sich ja
nicht einbilden, dass so etwas in Sydney schnell geht oder
überhaupt funktioniert.
Genauso wenig, wie Busse fahren.
Eine U-Bahn oder Züge sind hier komplett unbekannt.

Es wurde immer knapper - die Zeit lief uns davon
und eines wurde uns schlagartig bewusst:
wir kommen ohne Hilfe eines fremden Mitmenschens nicht mehr
aus dieser Nummer raus.

Wir mussten sofort und auf die Sekunde jemanden finden,
der uns zum Hafen fährt
und wurden langsam etwas panisch, obwohl wir unseren
Humor nicht verloren.
Ich bin tatsächlich noch niemals getrampt,
aber auch dafür war es jetzt schon zu spät.
Wir hatten sage und schreibe nur noch wenige Minuten Zeit,
zum Schiff zu kommen.
Solch eine Situation setzt so viel Adrenalin in Gang,
dass man zu allem fähig ist, wirklich.

Also sind wir zur roten Ampel gerannt wo die Autos
stehen bleiben mussten, trommelten an die Scheiben,
schauten dementsprechend verzweifelt aus und erklärten
unsere Misere.
Mir ist klar, dass solch eine Aktion für einen Fahrer auch
nicht unbedingt erquickend und ziemlich befremdlich sein muss -
und es klappte auch nicht auf Anhieb (was mich gewundert hat),
aber wir fanden punktgenau einen Retter und es fehlte nur noch,
dass er das Blaulicht auf sein Dach setzt.

Den restlichen Weg zum Schiffchen rannten wir mit mindestens
100 Stundenkilometern und schafften es auf die Minute!

























Geschichten, die das Leben schreibt und die man nie vergisst.
Und weil alles so schnell gehen musste,
hat es mir den Abschied erleichtert.

























DANKE für den Tag!


Alles Liebe euch allen,
von Tina und Yvonne



























Mittwoch, 23. Oktober 2019

Smile

                             Sonnenuntergang in Cape Breton







Everything is funny, as long as it’s happening to somebody else.
Will Rogers


(Alles ist lustig, solange es jemand anderem passiert.)


Es grüßen euch

                           


































Montag, 21. Oktober 2019

Indian Summer Cabot-Trail Teil 3


Um nach Ingonish zu kommen, mussten wir die Fähre nehmen.
Die kostet 7 Dollar pro Auto (Preis inklusive zwei netter Frauen)
und man ist in wenigen Minuten auf der anderen Seite;
ähnlich wie von Linz nach Remagen.
Sie fährt 24 Stunden.




Übrigens hat es in Ingonish auch einen Skilift:
Ski Cape Smokey.

Ja! Ihr lest richtig!
Bei uns kann man auch Skifahren.
Wer weiß, ob ich mich in diesem Leben noch mal auf
die Bretter stelle, aber es hat immer noch einen Reiz.
Soweit ich das überblickt habe, fährt man dort Ski
mit Blick auf den Atlantik.
Das stelle ich mir sehr beeindruckend und speziell vor!




Was ich noch erwähnen möchte:

Der Middle Road Trail liegt im National Park of Canada
und da ist man gut beraten, wenn man ein Tages-Ticket kauft
für ca. 15 Dollar, welches man an der Innenscheibe platziert und
so kann man dann ohne Sorge vor Knöllchen überall parken.






Auf dem Rückweg sind wir noch am Ingonish Beach vorbei, aber
zum Baden war es zu kalt - uns jedenfalls.

In der Dämmerung haben wir dann den Heimweg angetreten.
Uns ist nämlich aufgefallen, dass ich mein Bier, welches wir
morgens in Whycocomagh gekauft hatten, an der Kasse habe
stehen lassen... vor lauter Vorfreude auf unseren Ausflug.
Das haben wir dann noch flott eingesammelt und sind
dann müde und zufrieden nach Hause.



Liebe Grüße von Yvonne


und Tina 































Bier, Bier und Bier

Meine wunderbaren Blog-Schätze! Sicherlich wartet ihr schon sehnsüchtig auf das Resultat meines Brauversuchs. Ich kann es fast spüren. ...