Samstag, 17. August 2019

Erster Besuch im Cannabis-Shop

Meine Süßen,

ja klar - ihr wartet sehnsüchtig auf Bilder und es kommt
nichts!
Dies liegt darin begründet, dass wir heiße Sommertage geschenkt
bekamen und die letzten paar Tage an unserem See verbrachten.

Unsere Freundin Sylvia hüpfte allerdings nicht dort leichtherzig hinein,
weil auf dem Weg dorthin die Mücken lauern;
sie nennt es die "Töchter Draculas".
Dabei muss man nur kurz die Arschbäckchen zusammenkneifen und
ganz schnell rennen, denn im Wasser hat man dann seine Ruhe vor ihnen.

Nun gut - Vorsorge ist alles und das Angebot des Mückenschutzes
ist vielfältig...



Hier gibt es eine reiche Auswahl und nun lassen wir keine
Ausrede mehr gelten, basta!

Heute waren wir in Antigonish und haben ihr das Städtchen gezeigt.

Ein Erlebnis der besonderen Art
war der Besuch im offiziellen Cannabis - Shop.


Das war schon aufregend für uns, weil wir nicht wussten, was es dort alles gibt,
wie sich das anfühlt, sich dort beraten zu lassen und überhaupt...
Schließlich sind wir unbefleckte Wesen auf unbekanntem Terrain.


Es hatte einen Apotheken-Charakter, allerdings wurden wir von
einer sehr gut gelaunten Verkäuferin bedient, die ihre Produkte
sicherlich gut kennt und schon alle getestet hat. Haha!
Zumindest begegnete sie uns so und wir waren begeistert von ihrem
Charme, mit  dem sie uns begegnete.

Wir haben den Laden ganz gesittet verlassen mit einem Cannabis-Öl
gegen Schmerzen und eines für etwas mehr Energie -
wollten es für´s Erste mal nicht übertreiben.

Dennoch reichte die Wirkung aus, dass Sylvia größtes Interesse zeigte
an den legendären Cape Bretonner Unterhosen:


Mit Cannabis verändern sich die Dimensionen, der Horizont erweitert sich
und so verliebte sie sich in eines dieser prächtigen Modelle.

Mehr davon möchte ich euch nicht verraten.
Das bleibt unser aller Geheimnis.

Alles weitere überlassen wir eurer Phantasie und so melden wir uns wieder zurück,
sobald die Unterhosen stilgerecht eingeweiht und das Öl ordnungsgemäß
gekostet wurde.

Liebste Naturgrüße aus unseren Gefielden 💓



















Dienstag, 13. August 2019

Was für Erlebnisse in kurzer Zeit!


Meine Lieben,

vorab möchte ich noch etwas zu unserem ersten Post nach
unserer Ankunft hier schreiben, da ich dazu einige Reaktionen
erhalten habe.
Danke euch dafür!

Ich freue mich über jede Form von Austausch mit euch.
Es war von mir nicht beabsichtigt, euch zum Auswandern zu
motivieren - um Gottes Willen!
Ihr haltet schließlich die Flügel hoch, was Deutschland betrifft
und ich bin schon der Meinung, dass Menschen sich dort am
wohlsten fühlen und hingehören, wo ihre Wurzeln sind.
Das spüre ich ja selber.

Und es gibt auch Leute, die die Fahnen hochhalten, wenn wir kommen,
so wie Hilde aus Erpel (ein ganz besonders treuer 
und lieber Blogfan von uns).


Ist das nicht sehr sehr sehr süß?
Danke Hilde, du bist einfach nur klasse 💕

Ich glaube nicht an Zufälle und so hat es seinen Sinn, dass wir
in einer bestimmten Region geschlüpft sind.
Wir haben diese Entscheidung getroffen, weil es uns nicht mehr gut
ging und wir uns nach Weite und Ursprünglichkeit gesehnt haben.
Ich möchte mich da nicht wiederholen.
Man könnte auch sagen: weniger Mensch, mehr Natur.

Was natürlich nicht bedeutet, dass wir die Menschen nicht lieben.
Ein Stück weit raus aus dem System – was nie ganz möglich ist.
Aber eben alles immer, so wie es für den Moment geht.

Dieser Schritt muss aus dem Herzen kommen (so wie alles)
und keiner kann dem anderen etwas raten oder empfehlen;
das ist in der Regel immer übergriffig.
In der ganzen Welt brodelt es gerade und diese Zeit wird
sicherlich in die Geschichte eingehen – das glaube ich ganz fest.
Es muss sich in vielerlei Hinsicht alles grundlegend ändern.
Um so wichtiger ist es, dass jeder Einzelne seinen ganz eigenen
Weg geht und sein Ding macht.
Aber man sollte es auch kommunizieren können
und diese Freiheit sehe ich zutiefst gefährdet.

Jetzt aber zu den Neuerungen auf unserem Grundstück.
Wir haben ja 40 Meter Strand und dieser musste mit einem
Vlies und großen Steinen gefestigt werden.
Ansonsten spült uns der See Teile unseres Grundstücks weg,
was leider schon geschehen ist. Er hat uns mehr als einen Meter
vom Rand genommen und auch die Wurzeln der kleinen Birken
freigelegt. Dadurch waren sie nach dem Winter ganz schief.

Wir haben unseren Ray beauftragt, dieses mit seinem großen
Bagger zu tun. Leider erfolgte dieser Auftrag genau in dieser
Zeit, als wir weg waren und wir wären schon gerne dabei gewesen.
Unsere Haussitter konnten kaum glauben, dass diese Arbeit
innerhalb eines Tages erledigt war.
In Deutschland hätte es länger gedauert.
Wenigstens mal eine Sache, die hier zackig geht.



Die kleinen, schiefen Bäumchen musste er wegmachen
und mein Herz blutet.
Wahrscheinlich sollte es so sein, dass ich nicht dabei war.
Ich hätte mich sonst dran gekettet.

Gestern hat uns Ray dann noch überraschend 3 riesige
Steine als Dekoration für unseren Garten gebracht.




Die Bezahlung war eine Tasse Kaffee.

Sylvia wollte sie dann noch ein bissel zurecht rücken -
unsere Steine der Weisheit...





















Nun ist es wieder ein bissel schöner bei uns.



Übrigens: 
Die tollen roten Stühle hat Yvonne vorab zum Geburtstag
von unseren Haussittern geschenkt bekommen.
Die sind doch echt klasse, oder?


Seid herzlich gegrüßt von euren Kanada-Ladys 















Sonntag, 11. August 2019

Der Markt von Mabou


Meine Süßen,

wir haben eine Freundin aus Deutschland mitgebracht
und so werden wir die nächsten Tage einige Touren machen
und euch sicherlich eine Menge schöne Bilder hier präsentieren können.

Seit sie den Boden von Cape Breton Island betreten hat,
spürt sie auch diese innere Ruhe in sich und genießt unseren Ort.

Einen Tag lang brauchten wir, um wirklich anzukommen,
waren im See schwimmen und haben
Seelenbaumelei betrieben.

Heute haben wir dann den berühmten Markt von Mabou besucht,
wo man frisches Gemüse, Kräuter, besonderes Bier, kreative
Sachen und vieles mehr erstehen kann.








Frische Austern, die
uns jetzt nicht so
angesprochen haben...






Indianische Kunst und auch ein bissel Kitsch

Nächstes Jahr möchte ich dort meine bemalten Shirts, meine Ketten
und auch meine Bilder anbieten; ich bin sicher,
 dass sich dort Liebhaber finden.

Wir gehen davon aus, dass dieser Markt ein Highlight für die Einwohner
ist, so dass sie ihn jede Woche besuchen, denn das Ganze ist
eine Art Begegnungsstätte.
Man kann dort lecker essen und es spielt keltische Live-Musik.
Ein Must-Have für alle, die hier Urlaub machen und leben.

Danach waren wir noch in Mabou speisen,
haben einen neuen Hundefreund gewonnen
und holten an unserer geliebten Quelle das gute Wasser.


Ach so... mein persönliches Highlight war natürlich eine Bierprobe:




Nova Scotia - Beer vom Feinsten!
Danach war der Markt noch bunter für mich...











Das war unser Tageswerk, mit dem wir äußerst
zufrieden sind.
Und mit unserer Ausbeute sowieso!



Alles Liebe für euch alle,

Tina, Yvonne und Sylvia

































Samstag, 10. August 2019

Wieder zurück mit schwerem Gepäck...

Meine lieben Blogfreunde,

eigentlich wollte ich einen kleinen Zwischenbericht
aus Deutschland geben,
aber wir waren absolut eingenommen von all dem,
was passiert ist.

Vorab kann ich euch sagen:
unser Häusertausch war ein voller Erfolg.
So ein Projekt kann man wirklich empfehlen!
Wir hatten es sehr schön angetroffen,
konnten im Rheinland ein wunderschönes Haus bewohnen
und umgekehrt waren die Haustauschbewohner
in unserer Hazel und Maudie sehr glücklich
und haben die kanadische Ruhe inbrünstig genossen.

 Unser Tauschhaus



















Wir haben all unsere  Herzensmenschen getroffen und extrem viel erlebt.

Wenn man in einem anderen Land wohnt und dann zurück nach Deutschland
kommt, spürt man vieles mehr und intensiver als die,
die immer dort leben und sich an gewisse Zustände oder Energien gewöhnen.
Altes Frosch-Syndrom...
Der Frosch, der langsam zerkocht und es nicht merkt.

Die Stimmung in Deutschland ist in vielerlei Hinsicht sehr geladen
und die Menschen spalten sich immer mehr.
Das spürt man in jeder Faser, wenn man aus einem so friedvollen
Gebiet Kanadas kommt.

Alles ist kompliziert geworden - es beginnt mit dem Essen
(Vegetarier oder Allesfresser),
geht über das Rauchen, welches unnormal kriminalisiert wird und
bei abweichend politischen Meinungen
hört dann die Freundschaft ganz auf.
Nichts ist mehr leicht zwischen den Menschen.
Warum muss das so sein?

Ich schreibe das jetzt hier auf unserem Blog, weil
während unseres Aufenthalts in unserer alter Heimat
eine Menge katastrophale Dinge geschehen sind, die
uns erschüttert haben - zumal wir uns stets in der Nähe befanden.

Eine Frau wurde vor eine S-Bahn gestoßen und starb,
das Gleiche geschah mit einem 8-jährigen Jungen in Frankfurt,
in Dortmund wurde eine 21-jährige Frau
mit 70 Messerstichen ermordet und in einem Koffer am Bahnhof
abgestellt und einen Tag später wurde ein Mann mit einer
Machete in Stuttgart abgeschlachtet - anders kann man es leider nicht
ausdrücken.
Das alles in den wenigen Tagen, als wir dort waren.

Leute, was ist los in Deutschland?

Angeblich so sicher wie noch nie und doch von Platz 2 auf Platz 51
der sichersten Länder gerutscht?

Zustände, über die wir zutiefst betroffen sind
und über die wir nicht sprechen konnten.
Weil es keiner hören will und negiert,
oder weil man aneckt
mit der Realität.

Der Lieblingssatz in unserem Umkreis war:
"Alles gut"!
Neee Leute, nix ist gut!
Und man sollte es so langsam wahrnehmen.

Der Seismograph für Recht und Unrecht ist ausgeschaltet
beim Großteil der Bevölkerung und so geht man über die
Gefühle der anderen hinweg.
Eine gefährliche Entwicklung, die uns sprachlos und traurig
macht und uns darin bestätigt, dass wir dort nicht mehr leben
möchten.

So konnten wir es nicht erwarten, wieder in unseren Wald zurückzukehren,
und gleichzeitig nehmen wir die Sorge um unser ehemaliges
Heimatland mit, die von den meisten nicht verstanden, belächelt
oder gar bekämpft wird.

Gerne hätte ich den ersten Post nach unserer Reise
im Blog anders und lustig gestaltet, doch das Leben hatte andere
Pläne.

So lasse ich es für heute stehen und wünsche uns allen
Liebe, Frieden, Verständnis, Mitgefühl, Verstand,
den Einsatz unserer Sinne, Einfühlungsvermögen
und sehr viel Kraft für die Zukunft.

Seid umarmt von
Tina und Yvonne









Mittwoch, 17. Juli 2019

Kurze Sendepause

Hello, meine Schnuckeligen,

es ist soweit: unsere lieben Haussitter sind angekommen,
haben sich hier gut eingelebt und nun können wir beruhigt
fliegen.
Sie sind instruiert, was Tilli und all unsere Vögel, Hörnchen,
Pflanzen und Nachbarn betrifft.

Wir gehen schweren Herzens - lieben Kanada und unser Daheim
und so muss es auch sein.

Aber wir freuen uns auch auf viele schöne Begegnungen
mit Freunden und Familie in Deutschland.

Überwiegend sind wir im Rheinland zu finden.
Ich bin dann auch in Richtung Karlsruhe/ Stuttgart unterwegs.
Sollte jemand von euch Sehnsucht oder Lust auf ein Treffen
haben, dann meldet euch bitte.
Dann schauen wir, was möglich ist.



Wir sagen dann mal ADIEU und sind weg, bis wir wieder da sind!




Haltet die Ohren steif (und nicht nur die Ohren),
bleibt uns treu, fühlt euch lieb umarmt und gebt
schön acht auf euch!


Bis ganz bald,



Tina und Yvonne


















Samstag, 13. Juli 2019

Babyshower

Meine Schätze,

vorgestern besuchten wir zum ersten mal ein Event namens Babyshower.

Dies entspricht einer amerikanischen Tradition und verhilft der
werdenden Mutter zu einer Art Einstand für das Mäusele,
was da bald die Welt erblickt.

Wir wurden eingeladen von einer werdenden Mutter,
die wir in unserem Englischkurs kennen gelernt haben.

Also erwarben wir erst mal Babyöl, Babylotion, Mützchen, Söckchen,
Strampler und alles, was so an ein Baby dran gehört und
marschierten fröhlich zu der Feier.




Es sind nur Frauen gestattet und die bringen alle ordentlich Geschenke
zur Erstausstattung mit.
Männer feiern dann später das berühmte Babypinkeln und begießen
das Geschehnis mit Bier.
Eigentlich wäre ich da besser aufgehoben , aber was soll´s?!
Das Ganze findet in der Regel 2-3 Monate vor der Geburt statt.
Es gab ein kleines, kanadisches Büfett und die ganze Zeit über Spiele,
die teils auch unappetitlich waren.
So wurden zum Beispiel verschiedene Schokoriegel in Windeln
geschmiert und man musste herausfinden (herausriechen), um
welche Schokolade es sich handelt.
Danach hatte ich keine Lust mehr auf das Gulasch.


Man konnte bei allen Spielen etwas gewinnen und so sahnte ich den
Hauptgewinn ab: eine Kaffeepflanze, über die ich mich äußerst dolle
gefreut habe.



Wir finden, dass das eine richtig schöne Idee ist und haben gehört,
dass es das auch vermehrt in Deutschland gibt.
Ich als Nicht-Mama bin ganz begeistert davon und fühlte mich
sehr wohl im Kreise lauter Weiber.

Nun wünschen wir euch ein fröhliches Wochenende
und melden uns nochmals vor unserer Deutschlandreise.

Seid herzlich umarmt und gedrückt
von Tina und Yvonne 






















Dienstag, 9. Juli 2019

Wie immer Neuigkeiten

Meine Lieben,

wie immer ist ordentlich was los bei uns.

Zwischendurch kühlen wir uns im See ab und da wir keine
Nacktbilder von uns posten wollen (seriöser Blog)
zeigen wir euch ein metaphorisches Bild von uns:

























Was uns zum Schwitzen bringt?

In erster Linie die Tatsache, dass wir bald für 3 Wochen
nach Deutschland kommen und es noch 1000 Dinge vorzubereiten
gibt.
Wir machen einen Häusertausch mit lieben Bekannten;
das bedeutet:
sie kommen hier nach Kanada in unser Mobile Home und hüten
Haus und Tilli und wir haben eine äußerst tolle Location in Deutschland.
Ist das nicht eine großartige Lösung?
Win-Win sage ich nur.

Es gibt noch einiges aufzubauen, zu räumen und zu richten.
Einen neuen größeren Müllbehälter haben wir besorgt,
der auch für unsere Gäste ausreicht.
Den werden wir ebenso schön gestalten wir unseren Kleinen.





Zunächst braucht er einen
Grundstrich, damit er nicht
so schnell verrottet.








Unseren Alten behalten wir natürlich:



Eine große Box, um unseren Generator, Benzin und Gartengeräte
zu verstauen, haben wir ebenso angeschafft, 
können das Ganze aber nicht aufbauen, weil die Schrauben
und Scharniere im Paket fehlten und das nun wieder lange dauert, 
bis es nachgeliefert wird. 
So ist das hier meistens und es kostet schon ab und zu fette Nerven,
und zwar sehr sehr fette!

So stehen die Einzelteile Tage oder Wochen in der Gegend herum und 
wir müssen tief ein und ausatmen und warten...


Aus der Tierwelt gibt es zu berichten, dass sich Blue Jay wie 
auch das Oberhörnchen abwechselnd selbst bedienen, 
sobald wir unseren Lieblingsplatz nur für eine Minute verlassen:


So läuft das.
Aber das kennen wir ja.


Einen sonnigen Gruß
von euren kanadischen Inselbewohnern





















Erster Besuch im Cannabis-Shop

Meine Süßen, ja klar - ihr wartet sehnsüchtig auf Bilder und es kommt nichts! Dies liegt darin begründet, dass wir heiße Sommertage gesc...